Um jeden Preis und der Velodom

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41453-20150611-142613-5The Program – Um jeden Preis, so lautet der volle Filmtitel des Biopics, das ab 8. Oktober in die Kinos kommt. Der britische Schauspieler und Regisseur Stephen Frears (Philomena, Die Queen, Gefährliche Liebschaften) zeichnet für die Regie verantwortlich. In der Hauptrolle Ben Foster, der dem realen Anti-Helden verblüffend ähnelt. Es geht, wie nicht anders zu erwarten, um Radsport. Profiradsport. Um die dunkle Seite des Profiradsports. Um die Geschichte von Lance Armstrong.

Wer das Buch von Juliet Macur (New York Times) „Lance Armstrong: Wie der erfolgreichste Radprofi aller Zeiten die Welt betrog“ gelesen hat, für den wird der Film nichts wesentlich Neues liefern. Bleibt die Frage nach der Umsetzung der Geschichte. Basierend auf dem Buch „Seven Deadly Sins“ des echten David Walsh, erzählt uns Stephen Frears folgendes:

„Im Jahr 1999 begleitet der ehrgeizige Journalist David Walsh (Chris O’Dowd) im Namen der Sunday Times die Tour de France. Für ihn steht fest, dass irgendetwas bei dem bedeutendsten Radrenn-Cup der Welt nicht stimmt, nicht zuletzt da der charismatische Profifahrer Lance Armstrong (Ben Foster) so kurz nach der Überwindung seiner Krebserkrankung auf einer beispiellosen Erfolgswelle schwimmt und damit Millionen Fans begeistert. Als er seinem Verdacht nachgeht, stößt Walsh in der Tat auf immer konkretere Hinweise auf ein weitreichendes Netz aus Betrug, Lügen und Vertuschung. Doch der Versuch, als einfacher Journalist erfolgreich gegen solch ein übermächtiges System vorzugehen, scheint nicht nur wenig Aussicht auf Erfolg zu haben, sondern birgt auch große Gefahren.“ (Quelle: filmstarts.de)

Soweit so bekannt. Wen möchte der Film ansprechen? Die unverbesserlichen Lance-Armstrong-„Fans“? Menschen, die den Radsport nur als die Tour de France kennen? Interessierte, die über Radsport und Doping in der Zeitung lesen? Begeisterte, die selbst unzählige Radkilometer abspulen? Stephen Frears steht für gut gemachte Filme, vielleicht deshalb? Nun, bis zum 08. Oktober ist ja noch ein bißchen Zeit sich darüber im Klaren zu werden, ob man sich den Film ansieht oder auch nicht. Einen ersten Eindruck vermittelt der verlinkte Trailer weiter unten.

Wir werden am kommenden Sonntag bei der 99. Auflage des Radsportklassikers „Rund um Köln“ endlich selbst um 11.00 Uhr an der Startlinie stehen und uns diesem unbeschreiblichen Gefühl eines Radrennens aussetzen. Im Profirennen werden namhafte Radsportler dabei sein, wie Gerald Ciolek (u.a. 2013 Sieger Mailand-San Remo), Marcel Kittel (u.a. 2014 mehrfacher Etappensiger Tour de France) und Tom Boonen (u.a. vierfacher Sieger Paris-Roubaix, Weltmeister 2005). Und wahrscheinlich werden wir nach unserer Zieldurchfahrt am Streckenrand stehen und die Profis auf ihren letzten Runden nach fast 200 Rennkilometern anfeuern. Mit zweifelnden Gedanken und gemischten Gefühlen. Wissend um die große Faszination, die dieser Sport ausübt und um die Anforderungen, die er verlangt. Ausdauer, Kraft, Tempohärte, taktisches Gefühl, Mut, Leidensfähigkeit und Hingabe.

Diese Altköniginnen werden im Ziel nach 68 km ihre erschöpfte Freude teilen:
Startnr. 1786 Startblock B – Birgit
Startnr. 1793 Startblock C – Uschi
Startnr. 1804 Startblock B – Katrin
Startnr. 2870 Startblock B – Sonia

Wir werden berichten.

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