Jo ist denn scho Weihnachten oder Cyclassics 2014

cyclassics2014 150px

Die letzten Jahre hatte uns der Wettergott in Hamburg regelmäßig ordentlich eingeheizt und dieses Jahr?

Selten so im August gefroren. Was es in Bimbach zu heiß war, war es in Hamburg zu „frisch“. Aber der Reihe nach.

Zunächst, wurde nach Daggi, mit Birgit die zweite Altkönigin in den Cyclub aufgenommen. Der Cyclub ist für alle, die 10 Mal oder öfter an den Cyclassics teilgenommen haben. Eine stolze Leistung. Applaus, Applaus, Applaus.

Wie schon kurz angesprochen, war das Wetter etwas knausrig mit warmen Temperaturen, um nicht zu sagen es war für August – kalt! Wir waren gut präpariert mit leichten Überschuhen, Armlingen, Westen und Unterhemden und nachts war es angenehm zum Schlafen. Die Anreise war wie immer lang und am Freitag erledigten wir gleich die übliche Akkreditierung auf dem Gänsemarkt.

Am Samstag veranstaltet der RV Altona seine jährliche Deich-Klassiks RTF, an der wir sehr gerne teilnehmen. Zumal der RV Altona die größte Zahl an Altköniginnen und Altkönigen beheimatet. Am Samstagnachmittag besuchten wir noch im Museum für Arbeit die Ausstellung „DAS FAHRRAD“. Eine wunderbare und liebevoll zusammengestellte Ausstellung (läuft noch bis 1. März 2015) zeigt anhand von 100 Fahrrädern der letzten 200 Jahre die technische Entwicklung, das Design, die vielfältigen Fahrradszenen sowie Mobilitätsaspekte der Gegenwart und Zukunft. Wirklich sehenswert!

Was auch immer uns geritten hatte, zum Abendessen die Hollywood Canteen in Eppendorf aufzusuchen, es bescherte uns eine unruhige Nacht. Wie immer vor Rennen, war frühzeitiges Aufstehen angesagt. Schon saßen wir frierend auf den Rädern und rollten bei +9°C!!! Richtung Start. Es ist immer wieder ein spannungsaufbauendes Gefühl, wenn auf der Fahrt zum Start, immer mehr Radler dazukommen und man von Ferne die Durchsagen rund um die Alster hören kann. Wir reihten uns in den (Frauen)Startblock ein, begrüßten Sandra, vermissten Irene und pünktlich ging es los.

vc14_100km Zunächst geht es durch die Hafencity, dann die Köhlbrandbrücke, weiter Richtung Süden. 100 km im Renntempo, das ist doch jedes Mal eine neue Herausforderung. Der Frauenstartblock geht an vierter Position (Startblock D) ins Rennen, so daß die nachfolgenden Startblöcke (bis Startblock S) in hohem Tempo an einem vorbeirauschen. Da heißt es Geduld haben und warten bis das Gruppentempo passt. Manchmal muss man sehr sehr geduldig sein …

Die Strecke stellt an sich keine große Herausforderung dar, dennoch haben es die Wellen der Harburger „Berge“ in sich und wenn dann noch Kälte und Wind dazu kommen, wird es schnell anstrengend. Und! das Tempo macht die Strecke schwer, wie in solchen Fällen eine Altkönigin gerne anmerkt. Spätestens wenn man den Hafen wieder erreicht (und es noch gut 20km bis ins Ziel sind) ist man gut beraten, sich einer Gruppe anzuschließen und sei sie noch so klein. Denn ab hier gibt es Gegenwind vom Feinsten. Nach der Streckenteilung (die 155er müssen dann noch die Nordschleife fahren) kommt man in den Innenstadtbereich. Zahlreiche Zuschauer und die Streckenführung über Jungfernstieg und Gänsemarkt, die noch einmal volle Konzentration verlangt, das mobilisiert die letzten Körner und spätestens mit dem Erreichen der Mönckebergstraße bekommt man dieses feiste Lachen ins Gesicht.

Unser Treffpunkt ist in der Altstädter Straße, wo schon Daggi auf uns wartet. Garnicht so leicht in dem Gewusel, aber irgendwie klappt es immer. Nach und nach trudeln alle ein, auch Irene. Sie erzählt uns, daß sie tags zuvor ihr Rennrad erstmal vom Speicher geholt hatte und damit zur Gewöhnung mal eben zu einer Feier einer Freundin gefahren war. Die aufgetretenen knirschenden Geräusche wurden dort noch schnell behoben und so fuhr sie ohne jede Vorbereitung die 100km mit. Wir staunten nicht schlecht.

Nachdem wir auf dem Heimweg auch noch in einen Regenschauer gerieten, trafen wir uns wie jedes Jahr bei Daggi zum Kaffeetrinken und Eisessen. Jedes Jahr ist aufs Neue zu beobachten, welche erstaunliche Eismengen man nach einem Radrennen verdrücken kann und natürlich waren noch jede Menge Erlebnisse vom Rennen zu berichten. Viel zu schnell ging die Zeit herum und wir mussten Hamburg tschüss sagen. Aber nur bis zum August 2015. Dann kommen wir wieder – keine Frage.

Schreib einen Kommentar