Ironman 70.3 Kraichgau am 07. Juni 2015

Monika El-Arnaouty ist eine Altköniginnen der ersten Stunde. Sie berichtet von ihrem Start beim Ironman 70.3 Kraichgau am 07. Juni 2015.

Folgende Distanzen waren zu bewältigen:

Einen Tag vor dem Wettkampf war in der Mittagshitze (bei 28°C) noch eine Radeinheit zur Vorbelastung angesagt, mit zwei Intervallen im Spitzenbereich, die ich mit hoher Trittfrequenz und letzter Anstrengung fuhr. Danach war ich bedient und hegte keine großen Erwartungen in das Wettkampfergebnis (In meiner Altersklasse Women 60-64 starteten 6 Frauen). Zu allem Überfluss kaufte ich mir noch eine neue Schwimmbrille, die ich entgegen aller Vorsicht ungetestet einsetzen wollte (es hat übrigens geklappt).

Startunterlagen geholt: Warum müssen Bademützen für Frauen unbedingt rosa sein??? Auch noch die Startnummer war rosa unterlegt! Letztes Jahr beim Frankfurter Citytriathlon war die Bademütze für Frauen ebenfalls rosa, die für die Männer unseres Vereins aber goldfarben, leider wollte damals keiner mit mir tauschen …

Aber jetzt zum Wettkampf! Start war zu angenehmer Zeit von 9:05 Uhr für alle Frauen-Altersklassen. Die Schwimmstrecke von einer Runde war durch große Bojen gut sichtbar und geradlinig. Nach 35:15 min. waren die 1,9 km geschafft.

Die Radstrecke war für mich mit ca. 1000 Höhenmeter recht anstrengend aber technisch nicht anspruchsvoll. Es gab lange Abfahrten, die man auf dem Auflieger fahren konnte, und es ging durch die schöne Landschaft des Kraichtales! In 5-Minuten-Abständen starteten die verschiedenen Männer-Altersklassen nach uns Frauen. Das merkte ich dann beim Überholtwerden: die Gruppen, die mich später überholten, wurden immer jünger 😉 Einen garstigen Stich gab es kurz hinter der Einfahrt nach Gochsheim. Hier war ich einem Vereinskollegen sehr dankbar, da er mich bestens darauf vorbereitet hatte: Er zeigte mir ein Video-Clip von diesem Abschnitt und erklärte mir, daß unten im Ort ein Schild „Slow“ stünde und man dann sofort komplett aufs kleine Blatt und das größte Ritzel schalten (Schlaue, also ich nicht, hatten eine 28er Kassette montiert) und in der 14-prozentigen Steigung auf gar keinen Fall aufhören soll zu treten! Es schmerzte kurz und nach 250 m war das schlimmste vorüber. Für die 90km standen am Ende 3:23:29 Stunden auf der Uhr.

Die Laufstrecke hatte insgesamt ca. 120 Höhenmeter, die man bei fortschreitender Ermüdung schon gespürt hat. So lief ich mit meinem Schnitt von 7 min/km durch die Gegend, was sich am Ende zu 2:27:52 Stunden summiert hatte und freute mich über die vielen freundlichen Zuschauer und den Lärm in Form von unterschiedlicher Musik. Es ging durch den Kurpark von Bad Mingolsheim und dann nach Bad Langenbrücken, kurz durchs Feld und dann wieder zurück, das Ganze dreimal. Beim Laufen stieg die Temperatur dann auf 25°C, was aufgrund der Getränke und der vielen Schwämme mit kaltem Wasser noch erträglich war. Das Ziel war dann nach 6:36:33 Stunden erreicht.

Aus den ausgehängten Ergebnissen im Zielbereich ersah ich, daß bereits Frauen vor mir im Ziel waren. Und bei der Siegerehrung wurde ich dann tatsächlich als dritte aufgerufen! Und da die erste Frau eine Schweizerin war, fiel der zweite Platz der deutschen Meisterschaften in der Mitteldistanz an mich!

Monika sehen wir am 05. Juli 2015 beim Ironman Germany in Frankfurt mit der Startnummer 996 am Start und natürlich auch an der Strecke.

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